Die Evolution von TinyURL und Co.
Am Anfang stand TinyURL - gegründet im Januar 2002 mit dem Ziel, dass Newsgroup Beiträge besser verlinkt werden können. Der endgültige Durchbruch von TinyURL gelang aber erst durch Twitter und die magische Begrenzung auf 140 Zeichen. Danach schossen die URL-Verkürzer wie Pilze aus dem Boden und TinyURL hat viel Konkurrenz bekommen.
Mein Twitter Client TweetDeck unterstützt zum Beispiel sechs verschiedene "Kurzmacher". Sogar der Twitter Client auf meinem Handy (Android G1 mit twidroid) unterstützt fünf verschiedene solcher Dienste.
Doch worauf kommt es an bei TinyURL und Co.?
Welche Dienste sind gut, welche sind besser und welche gibt es überhaupt? Ein URL-Kürzer sollte natürlich in erster Linie URLs verkürzen. Dennoch spielen weitere Kriterien wie Erreichbarkeit, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit eine wichtige Rolle. Ein weiteres und sehr beliebtes Feature sind Statistikfunktionen.
Mit Statistik ist in diesem Fall gemeint, dass man sehen kann wie oft welcher Link geklickt wurde. Zum Teil kann man sogar noch mehr Details bekommen wie zum Beispiel IP, Browser, Land etc. Das Ganze sieht im Falle von tr.im dann so aus:
Kommen wir zum Vergleich der einzelnen URL-Abkürzer zurück:
Beim scheinbar trivial erscheinenden Thema "URL verkürzen" schließt TinyURL als einer der schlechtesten ab. Die URL “Tinyurl.com” ist an sich mit 11 Zeichen schon viel zu lang. Da gibt es wesentlich kürzere wie zum Beispiel tr.im. Zum anderen bietet TinyURL keine der oben beschriebenen Statistikoptionen an.
Der kürzeste mir bekannte Dienst:
ist a.gd. Damit ist er um ganze 7 Zeichen kürzer als TinyURL. Auch Statistikfunktionen bietet er. Bleibt nur noch abzuwarten, bis jemand die Top-Level-Domain irgendeines Bananenstaates (z. B. pa für Panama) kauft um dann einen URL-Kürzer anzubieten der dann so aussieht: http://pa/aDw31 Genug Risikokapital scheinen die entsprechenden Startups ja zu bekommen…
Noch ein kleiner Trick zum Abschluss:
Falls Ihr einen Tweet mit Link einmal noch weiter kürzen wollt – weil die letzten Buchstaben einfach nicht reinpassen wollen - so kann man das http:// einfach durch ein www. ersetzen. Schon hat man drei weitere Zeichen gespart. In diesem Sinne: frohes Twittern!
Siehe auch:
